Kraftfahrzeug-Mechatroniker/in

Der Beruf

Bei der täglichen Werkstattarbeit sind Kfz-Mechanik und Kfz-Elektronik nicht mehr zu trennen. Fast alle Funktionen im Fahrzeug werden elektronisch kontrolliert. Daraus resultieren erhöhte Anforderungen an die Fahrzeugdiagnose. Die damit einhergehenden umfassenden beruflichen Qualifikationen sind deshalb in einem neuen Ausbildungsberuf untergebracht, der die Mechanik und Elektronik verbindet und die ehemaligen Ausbildungsberufe "Kfz-Mechaniker" und "Kfz-Elektriker" ersetzt:

Kraftfahrzeug-Mechatroniker/in


Im Mittelpunkt des neuen Berufsbildes stehen Diagnose-, Instandhaltungs-, Aus-, Um- und Nachrüstarbeiten. Neu sind: Codieren von Steuergeräten, Anpassung an verknüpfte Fahrzeugsysteme, Kommunikation mit Kunden sowie der Umgang mit dem Internet zur Reparatur-Informationsrecherche.

Der neue Beruf kann in 4 Schwerpunkten erlernt werden:

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • Motorradtechnik
  • Fahrzeugkommunikationstechnik



Vor Ausbildungsbeginn ist ein Schwerpunkt zu wählen und im Ausbildungsvertrag zu vereinbaren. Die ersten beiden Ausbildungsjahre verlaufen bei allen 4 Schwerpunkten je nach Fahrzeugart gleich. Ab dem 3. Ausbildungsjahr erfolgt die Differenzierung der Ausbildungsinhalte in die verschiedenen Schwerpunkte.



Die Ausbildungsinhalte:

  • Demontieren und Montieren
  • Nachrüsten
  • Umbauen
  • Prüfen
  • Messen
  • Diagnostizieren


Die Voraussetzungen:

Diese komplexe Technik erfordert außerordentlich hohes Verständnis für vernetzte Systeme. Wer Interesse an Kraftfahrzeugen, ein gutes physikalisch-technisches Verständnis (insbesondere für Elektronik, Pneumatik und Hydraulik) und einen guten Realschulabschluss oder einen sehr guten Hauptschulabschluss mitbringt, hat für ein Praktikum oder eine Ausbildung die besten Voraussetzungen.


Die Ausbildungsdauer:

Die Dauer der Ausbildung beträgt 3,5 Jahre


Wer darf Kfz-Mechatroniker ausbilden?

Alle Betriebe des Kfz-Gewerbes, die bisher Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker ausgebildet haben. Darüber hinaus auch Ausbildungsabteilungen der Automobilhersteller und Importeure von Kraftfahrzeugen.


Was ist neu bei der Zwischen- und Gesellenprüfung?

Die Bewertung der Zwischenprüfung fließt mit in das Ergebnis der Gesellenprüfung ein (Gestreckte Gesellenprüfung). In den beiden praktischen Prüfungsteilen (Teil 1 und Teil 2 der Gesellen- / Abschlussprüfung) ist ein Fachgespräch in Bezug auf die gestellten Arbeitsaufgaben zu führen.




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