Rechte & Pflichten

Deine Rechte & Pflichten

Mit Abschluss eines Berufsausbildungsvertrags gehen sowohl Du als Auszubildender als auch Dein Ausbilder Rechte und Pflichten ein. Im Wesentlichen bedeutet das:

  • Dein Ausbilder muss dafür Sorge tragen, dass Du als Auszubildender das vorgesehene Ausbildungsziel erreichen kannst.
  • Du musst dich bemühen, die notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten des angestrebten Berufs zu erwerben.

Die Rechte und Pflichten findest Du im Berufsbildungsgesetz (BBiG), Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und Bundesurlaubsgesetz.

Der folgende Auszug gibt Dir einen Überblick über die Pflichten als Auszubildender. Du verpflichtest Dich,

  • die Dir im Rahmen Deiner Berufsausbildung aufgetragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen,
  • regelmäßig und pünktlich an der Arbeitsstelle bzw. Berufsschule zu erscheinen,
  • an Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen, für die Du nach § 15 BBiG freigestellt wirst,
  • den Weisungen zu folgen, die Dir im Rahmen der Berufsausbildung erteilt werden
  • die für die Ausbildungsstätte geltende Ordnung zu beachten, Werkzeug, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln und sie nur zu den Dir übertragenen Arbeiten zu verwenden,
  • über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren.

Wenn Du Deine Pflichten während der Ausbildung erfüllst, hast Du unter anderem Anspruch auf

  • eine angemessene Vergütung
  • bezahlten Urlaub
  • und bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses auf ein Zeugnis

Weitere Rechte ergeben sich aus den Pflichten des Ausbilders

Dein Ausbilder hat dafür zu sorgen,

  • Dir in der vorgesehenen Ausbildungszeit die berufliche Handlungsfähigkeit zu vermitteln, die zum Erreichen des Ausbildungsziels nach der Ausbildungsordnung erforderlich ist,
  • selbst auszubilden oder einen persönlich und fachlich geeigneten Ausbilder ausdrücklich damit zu beauftragen und diesen Dir jeweils bekannt zu geben,
  • Dir kostenlos die Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge und Werkstoffe zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen- und Gesellenprüfungen/ Abschlussprüfungen erforderlich sind,
  • Dich zum Besuch der Berufsschule sowie zum Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen anzuhalten und diese durchzusehen,
  • dass Du charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet wirst,
  • Dir nur Aufgaben zu übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und Deinen körperlichen Kräften angemessen sind.

Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag muss in schriftlicher Form vor Beginn der Ausbildung abgeschlossen werden. Mit Abschluss des Vertrags erkennen Ausbildender und Auszubildender ihre jeweiligen Rechte und Pflichten an. Der Ablauf der Ausbildung ist in der zum Berufsbild gehörenden Ausbildungsordnung festgelegt.

Ein Ausbildungsvertrag kann während der Probezeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, nach der Probezeit nur aus wichtigem Grunde oder wenn der Auszubildende die Ausbildung aufgegeben hat bzw. sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen will.

Der Ausbildungsvertrag endet mit dem erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung. Nimmt man am folgenden Tag die Arbeit im Betrieb auf, ohne dass dem widersprochen wird, wird dadurch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet, für das die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten.

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